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Homeoffice-Pauschale oder Arbeitszimmer?

Kurz gesagt

Für die Tagespauschale brauchst du kein separates Arbeitszimmer. Sie beträgt derzeit sechs Euro pro begünstigtem Tag, höchstens 1.260 Euro im Jahr. Die tatsächlichen Kosten eines häuslichen Arbeitszimmers kommen vor allem infrage, wenn dort der Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit liegt.

Küchentisch oder eigenes Büro? Steuerlich sind das zwei verschiedene Wege. Du musst nicht zuerst alle Raumkosten ausrechnen, sondern zuerst klären, welche Voraussetzungen dein Arbeitsplatz erfüllt.

Die Tagespauschale

Die Tagespauschale kann für Tage angesetzt werden, an denen die berufliche Tätigkeit überwiegend in der häuslichen Wohnung ausgeübt wird und keine erste Tätigkeitsstätte aufgesucht wird. Unter bestimmten Voraussetzungen gilt sie auch, wenn dauerhaft kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.

Das häusliche Arbeitszimmer

Ein steuerlich anerkanntes Arbeitszimmer ist ein nahezu ausschließlich beruflich genutzter, in die häusliche Sphäre eingebundener Raum. Bildet es den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung, können tatsächliche Kosten oder eine Jahrespauschale in Betracht kommen.

Der schnelle Entscheidungsweg

  1. 01Raum prüfenGibt es einen abgetrennten, nahezu ausschließlich beruflich genutzten Raum? Wenn nein, bleibt regelmäßig die Tagespauschale.
  2. 02Mittelpunkt bestimmenEntscheidend ist der qualitative Schwerpunkt der gesamten Tätigkeit, nicht nur die Zahl der Stunden.
  3. 03Tage dokumentierenKalender, Arbeitgeberregelung und Tätigkeitsaufzeichnungen sollten zusammenpassen.
  4. 04Kostenvergleich rechnenNur bei erfüllten Voraussetzungen lohnt der Vergleich zwischen tatsächlichen Raumkosten, Jahrespauschale und Tagespauschale.

Was dabei im Kopf passiert

Viele suchen zuerst nach der größten Zahl. Besser ist die umgekehrte Reihenfolge: erst Voraussetzungen, dann Berechnung. Das schützt vor Aufwand für eine Variante, die rechtlich gar nicht passt.

Häufige Fragen

Quellen und Rechtsgrundlagen

Autor und fachlich verantwortlich: Roland Elias, SteuerberaterZensteuer bietet Impulse zu Stress, Kommunikation und Verständlichkeit im Steuerkontext. Die Inhalte sind keine Steuerberatung im Sinne des Steuerberatungsgesetzes und ersetzen keine individuelle Beratung. Fachlicher Stand: 24.9.2026. Für deinen konkreten Fall: Kontakt zur Kanzlei.

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